Trockenbeerenauslese Riesling 2019 - Weingut Hüls
Kuratiert von: Maison Toulon
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Das ist kein Dessertwein, den man einfach irgendwo ans Ende eines Menüs stellt. Das ist eine kleine Rarität. Riesling, Botrytis, Mosel, blauer Devonschiefer und diese unglaubliche Spannung aus Süße, Säure und Mineralität.
Im Glas leuchtet sie intensiv goldgelb. In der Nase kommen vollreifer Pfirsich, Ananas, Mango, Passionsfrucht, kandierte Zitrusfrucht, Honig, Feuerstein und eine tiefe, edle Botrytiswürze. Am Gaumen ist sie dicht, hochkonzentriert und süß, aber niemals plump. Die Säure zieht eine klare Linie durch die ganze Fülle und hält den Wein schwebend.
Ich mag an dieser Trockenbeerenauslese besonders, dass sie Opulenz und Präzision verbindet. Bei nur 6 Prozent Alkohol wirkt sie fast schwerelos, obwohl sie aromatisch enorm viel mitbringt. Das ist einer dieser Weine, bei denen ein kleines Glas reicht, um lange darüber zu sprechen.
Sie passt hervorragend zu Tarte von der Foie Gras mit Gel und Kompott von wilden Erdbeeren oder zu Crémeux von Mango und Litschi mit Holunderblüten-Joghurt und weißem Schokolade-Bananen-Eis. Abgefüllt wird sie in 375 ml und 1500 ml, was ihren besonderen Charakter zusätzlich unterstreicht. Die Bewertung von 94 Punkten durch Robert Parker / Stephan Reinhardt macht deutlich, dass hier ein Wein mit echtem Ausnahmeformat im Glas steht.
Mein Eindruck: edelsüß, exotisch, konzentriert, schwebend und unglaublich lang. Eine Mosel-Rarität mit Gänsehautpotenzial. Zitat, Ende, Gänsehosen.