Friedrich Becker Pinot Noir Tradition 2022
Winzer:
Friedrich Becker
Anbaugebiet:
Rebsorten:
Das ist Pinot Noir in einer Form, die nicht laut werden muss. Friedrich Becker steht für mich für Spätburgunder mit burgundischem Anspruch, aber eben aus der Südpfalz, mit dieser Mischung aus Eleganz, Würze und kühler roter Frucht.
Im Glas zeigt er ein helles bis mittleres Rubinrot. In der Nase kommen Kirsche, Himbeere, rote Johannisbeere, etwas Waldboden, feine Kräuter, dezente Rauchwürze und ein Hauch Gewürznelke. Am Gaumen ist er trocken, elegant und saftig, mit feinem Tannin, frischer Säure und dieser seidigen Pinot-Art, die nicht schwer sein muss, um Eindruck zu machen.
Ich mag an diesem Wein besonders, dass er zeigt, wie schön deutscher Pinot Noir sein kann, wenn er nicht auf Süße, Holz und Kraft getrimmt wird. Er wirkt fein, klar und trotzdem ernsthaft. Die Frucht bleibt rot und frisch, die Würze macht ihn spannend, und der Trinkfluss ist genau da, wo Pinot Noir für mich gefährlich gut wird.
Passt zu Ente, Pilzrisotto, Kalb, Coq au Vin, Lachs vom Grill, geschmorter Aubergine, mildem Käse oder leicht gekühlt zu einem Abend, an dem Rotwein elegant und nicht schwer sein soll.
Mein Eindruck: fein, rotfruchtig, würzig, seidig und elegant. Pinot Noir mit südpfälzischer Herkunft und burgundischer Idee.